Übergewicht

Übergewicht ist ein stetig steigendes Problem vor allem in westlichen Gesellschaften. Jede 4. Frau ist übergewichtig. Übergewicht begünstigt das Entstehen von Arthrose (Abnutzung der Gelenke), Arteriosklerose (‚Verstopfte Blutgefässe’) und Bluthochdruck, sowie einer Zuckerkrankheit. So ist Übergewicht nicht nur ein Zustand des individuellen Unwohlseins, für das es manche halten, es hat auch große Auswirkungen auf die Kosten im Gesundheitswesen.

Übergewicht hat nicht unbedingt mit einem Zuviel an Nahrung zu tun, oft ist einfach der Stoffwechsel entgleist und die zugeführte Energie wird lagerfähig gemacht – in Form von Fettpolstern. Darüber hinaus ist eine kohlenhydratreiche Nahrung mit viel Zucker und gehärteten Fetten (Frittier- oder Bratenfett) ein echter Gewichtsbringer. Bei einer erblichen Veranlagung kann ein hoher Zuckerkonsum zum Diabetes mellitus, der Zuckerkrankheit führen. Normalerweise produziert der Körper Insulin um den Zucker, der in der Nahrung enthalten ist, aus dem Blut heraus- und in die Körperzellen einzuschleusen. Dort wird der Zucker als Brennstoff benötigt. Zirkuliert er frei in der Blutbahn kann er dort zu Schäden führen und deswegen versucht der Körper, das zu regulieren. Beim Diabetes kann nun entweder nicht genügend Insulin produziert werden, oder aber der Mechanismus, mit dem das Insulin den Zucker in die Zellen bekommen möchte, ist ‚abgenutzt’, dann funktioniert das nicht mehr. Der Körper versucht als Notlösung, den Zucker über den Urin auszuscheiden, dieser schmeckt dann süß und daher hat der Diabetes mellitus auch seinen Namen: Honigsüßer Durchfluss.

Im Jahr 2006 gab es nach Angaben der WHO in Deutschland acht Millionen an Diabetes Erkrankte, bis 2010 wird diese Zahl auf mindestens zehn Millionen steigen, schätzen Experten (Quelle: Deutsche Diabetes-Union: Gesundheitsbericht Diabetes 2007).

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