matabolic balance bei ‘Maischberger’
Am 24.01.12 gab es bei Sandra Maischberger eine Sendung zum Thema ‘Die dicksten Diätlügen’. Eingeladen waren u.a. Christine Neubauer und neben Dr. Funfack auch ein Ernährungswissenschaftler: Uwe Knop, sowie eine stark über- und eine deutlich untergewichtige Dame, deren Funktion sich aus diesem Umstand ableitete.
Dr. Funfack versuchte, die Grundzüge und Besonderheiten des metabolic balance Programmes zu erläutern und blieb erstaunlich sachlich, auch wenn wiederholt bereits widerlegte Behauptungen über metabolic balance als Tatsachen präsentiert wurden. Die dankbarste Rolle hatte – natürlich – Herr Knop. Als Ernährungswissenschaftler hat man es furchtbar einfach: Man kann prinzipiell gegen alles argumentieren und hat die Wissenschaft stets auf seiner Seite. Wieso das so ist? – Medizin und damit auch die Lehre vom Stoffwechsel, ist keine exakte Wissenschaft wie Chemie oder Physik. Der Mensch ist ein offenes System von hoher Komplexität und zudem unter dem Einfluss seiner Psyche. Studien zum Stoffwechsel sind immer auf Beobachtungen fussend und können kaum als Doppelblindstudien angelegt werden.
Fakt ist, dass verschieden Studien über metabolic balance existieren, die der Methode eine gute Wirksamkeit und ein hohe Nachhaltigkeit attestieren.
Als Argument gegen jede Form der Ernährungsumstellung werden gerne ‘die Gene’ angeführt. Der Mensch als Sklave der Biologie. Natürlich ist der Stoffwechsel stark über die Evolution geprägt. Genau das wird bei metabolic balance ja auch berücksichtigt! Konsequent zu Ende gedacht bedeutet die Aussage von Herrn Knop, da alles genetisch fixiert sei und man sowieso keine Einwirkungsmöglichkeit habe, dass man alles so laufen lassen kann. Essen, egal wann, was, wieviel. ‘Das bin nicht ich, das sind meine Gene!’ Aber wo führt uns das hin? – Der Anteil der stark Adipösen ist z.B. in den USA seit vier Jahrzehnten im steilen Anstieg. Alles bloß Genetik? – Selbstverständlcih sollte auch die Rolle der Nahrungsmittelindustrie und der hohe Verzehr vorpoduzierter, mit Zusatzstoffen angereicherter Nahrungsmittel kritisch hinterfragt werden. Wieso fragt sich denn keiner, warum die Leute heute anders essen als früher und plötzlich enorm zunehmen? Waren die Gene zuvor weniger durchsetzungsfähig oder mangelte es einfach an Möglichkeiten, zu oft falsch zu essen?
Natürlich sind das auch gesellschaftliche Phänomene, aber was nützt diese Erkenntnis dem Einzelnen? – Wie kann ich etwas Gutes für mich erreichen? Meine Familie gut ernähren? Was kann gerade die Methode metabolic balance leisten, was der Einzelne tun? – Sehr viel! Das eigene Essverhalten in Übereinstimmung bringen mit den ECHTEN Bedürfnissen des Körpers und bewusst und mit Genuß essen.
Wer nun aber vor lauter Verzweiflung, weil ihm die sachlichen Argumente ausgehen, darauf hinweist, dass metabolic balance nicht geeignet ist, diese gesellschaftlich und ökonomisch zu betrachtenden Dinge auszuräumen, dem muss man recht geben. Aber das ist auch nicht Ziel von metabolic balance.
Und ich gebe zu, die Methode hat einen ganz kniffligen Haken, wie übrigens alle guten Dinge ihn besitzen: Es reicht nicht, nur darüber zu reden, man muss es auch tun!