Isotherapie

Die Isotherapie geht auf die Forschungen von Prof. Enderlein (1872-1968), einem Mikrobiologen, zurück. Er hat in seinen Untersuchungen am Dunkelfeldmikroskop  festgestellt und 1925 erstmalig publiziert, dass unsere Blutzellen, wie auch bestimmte Bakterien, Viren oder Pilze im Vitalblut nicht immer ihre gleiche Form behalten, sondern sich milieuabhängig verändern. „Das Terrain ist alles, die Mikrobe ist nichts!“ war auch die Erkenntnis von Rudolf Virchow, der diese Regel in der Hygiene anwandte. Das heißt, es wird das Milieu verändert und damit den pathologischen Erregern der Nährboden entzogen und nicht direkt versucht, die Bakterien, Viren oder Pilze abzutöten. Nach der Lehre von Professor Enderlein steht der Mensch in einer innigen Symbiose mit einem „Urparasiten“, von Enderlein „Endobiont“ genannt, der sich zyklisch und milieuabhängig abwärts oder aufwärts entwickelt – von physiologischen zu pathologischen Stadien. Der Endobiont erfüllt als hochmolekulares Eiweiß vitale Funktionen im lebenden Organismus. So gewährleistet er verschiedene Stufen der Blutgerinnung (die dafür sorgt, dass sich das Blut bei einer Wunde verdickt und so verändert, dass diese abgedichtet wird). Ferner gewährt er als Eiweiß-Säure-Puffer die Säure-Basen-Regulation.

Enderlein entdeckte, dass sich über die Gabe niedriger homöopathischer Potenzen der Erreger (Pilze, Viren), der Entwicklungszyklus des Endobionten quasi umkehren ließ – durch die Milieuänderung kam es zu einer Rückwärtsentwicklung in Richtung der ungefährlichen Vorstufe – ohne Antibiotika o.ä. Je nach vorhandener Belastung werden in der Isotherapie mehrere Mittel kombiniert oder in bestimmter Abfolge oft über einen Zeitraum von mehreren Wochen gegeben.

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