Burn Out

Burn Out bedeutet ausgebrannt sein. Es kennzeichnet einen Zustand schwerer Erschöpfung, sowohl körperlicher als auch psychischer Art. Durch Überlastung und Überforderung reizen wir unsere Anpassungsfähigkeit so weit aus, dass wir Gefahr laufen, die lebensnotwendigen Regenerations- und Ruhephasen zu vernachlässigen. Oder eine heftige Viruserkrankung beschäftigt das Immunsystem so stark, dass der Körper, wenn er zu schnell wieder belastet wird, einfach ‚ausschaltet’. Getreu dem Motto: ‚Der Tag hat 24 Stunden, und wenn die nicht reichen, nehmen wir noch die Nacht dazu’ wird bis an die Grenzen der Belastbarkeit gearbeitet – und oft darüber hinaus. Solange die notwendigen Pausen erfolgen, kann der Körper sich auch regenerieren und Kraft für neue Herausforderungen tanken. Erst der über einen längeren Zeitraum gehende Raubbau an den Energiereserven führt zur Leere – es ist keine Energie mehr da, auch ausschlafen bringt keine Frische, der Körper wird anfällig für Infekte und psychisch hat man sich auch schon mal besser gefühlt. Wird dieser Prozess nicht gestoppt, kommt zum Absinken der körperlichen Leistungsfähigkeit ein Motivationsmangel oder sogar eine Depression hinzu: Irgendwann kommt die Lust arbeiten zu gehen, sich mit der Familie zu beschäftigen, einfach nicht mehr auf.

Da wir in einer durch Leistungswillen gekennzeichneten Gesellschaft leben wird intensives Engagement im Beruf im Allgemeinen als etwas positives betrachtet. Der Burn Out bedeutet ein zumindest zeitweises Infragestellen dieses gesellschaftlichen Konsenses. Die Angst, nun zum ‚Weichei’, zum Außenseiter gestempelt zu werden, keine Beförderung zu erhalten, Schwäche zu zeigen, macht es dann schwerer, das Thema offen anzugehen. Aber: Je eher einem möglichen Burn Out Einhalt geboten wird, umso schneller und nachhaltiger kann eine Gesundung stattfinden, abwarten und alles weiterlaufen lassen, verschärft das Problem.

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